Neuer Platz am Bahnhof zu Ehren von Lydia Eymann

26. März 2025
Mit dem Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof Langenthal entsteht ein neuer Platz nördlich des Bahnhofs. Er wird zu Ehren der Langenthaler Persönlichkeit Lydia Eymann benannt. Sie war bekannt als Künstlerin, Schriftstellerin, Karikaturistin, Frauenrechtlerin und Umweltaktivistin.

Nördlich des Bahnhofs entsteht mit dem Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof ein neuer Platz. Er ist das Eingangstor zum neuen Wohn- und Arbeitsraum Langenthal Mitte und zum Bahnhof. Der Gemeinderat beschloss, den Platz nach der Langenthaler Persönlichkeit "Lydia Eymann" zu benennen. Ebenso heisst der bestehende "Bahnhofplatz" im Süden nun offiziell "Bahnhofplatz". Der Name "Lydia-Eymann-Platz" nimmt Bezug auf das "Kunst am Bau"-Projekt. Dieses entsteht auf der Nordseite des Bahnhofs bei der zukünftigen Treppenanlage am nördlichen Ausgang der neuen Bahnhofpassage. Zukünftig soll auf dem Platz ein "Denkmal" zu Ehren von Lydia Eymann stehen. Das Denkmal besteht aus einer Bronze-Skulptur (Wathose und Ente) und Abdrücken von Gummistiefeln und Entenfüssen im Beton des Mauerwerks und des Belags auf beiden Seiten der neuen Stadtverbindung. Inspiriert wurde die Skulptur durch ein Bild von Lydia Eymann (Quelle: "le-stiftung.ch").


Lydia Eymann eine Frauenrechtlerin und Umweltaktivistin
Lydia Eymann, geboren im Jahr 1901, war eine vielseitige und schillernde Persönlichkeit, eine Künstlerin, Schriftstellerin, Karikaturistin, Kolumnistin, Frauenrechtlerin und Umweltaktivistin. Ihre kritische Anteilnahme am Dorfgeschehen bekundete sie oft im "Langenthaler Tagblatt". Schon bevor über Umweltschutz gesprochen wurde, setzte sie sich leidenschaftlich für den Schutz von Gewässern, Natur, Heimat und Denkmälern in Langenthal ein. Sie verspürte eine tiefe Verbundenheit zu Tieren, Pflanzen und Landschaften. Herausragend war vor allem ihr kompromissloser Einsatz für alle jene, die keine Stimme hatten. Dabei machte sie keinen Unterschied zwischen einem gebrochenen Entenflügel, einem Flecken Rasen, der zu Lasten einer geplanten Strasse verloren ging oder der Situation der Frauen. Sie war der Überzeugung, dass der Respekt, der einem Menschen entgegengebracht wurde, sich in der Art spiegelte, wie man einem Tier oder einer Pflanze begegnete. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1972 war sie ihrer Heimatgemeinde Langenthal sehr verbunden und viele Menschen hatten das ausgeprägte Sozialempfinden und Gerechtigkeitsgefühl von Lydia Eymann erleben dürfen. (Quelle: "le-stif-tung.ch" sowie "Projektvorschlag Haus am Gern")
Der Name des Platzes verbindet die vielseitige Lydia Eymann dauerhaft mit der Stadt Langenthal.
 

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Herr Reto Müller, Stadtpräsident (062 916 22 20 oder reto.mueller@langen-thal.ch), gerne zur Verfügung.